Die Zollernalb Werkstätten fertigen für die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Foto: gdw süd

Im Interview von Wolfgang Gerlach, gdw süd, gibt Jürgen Probst, Hermle AG, Einblicke in die Einkaufsstrategie des renommierten Fräsmaschinenherstellers.

Herr Probst, wie kam es dazu, dass Hermle sich entschieden hat, Baugruppen bei einem Sozialunternehmen, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, einzukaufen?

Es haben mehrere Faktoren dazu geführt, dass wir mit der gdw süd und der ZAW zusammenarbeiten. In Zeiten hoher Auslastung haben wir nach einem externen Partner gesucht, der gewisse Baugruppen für uns in optimaler Qualität fertigen kann und sich dabei möglichst in lokaler Nähe befindet. Wir wussten, dass die ZAW im Bereich Leiterplattenbestückung und Kabelkonfektionierung viel Erfahrung hat, aber beim Besuch vor Ort waren wir überrascht und beeindruckt, wie professionell diese aufgestellt ist. Die Fertigung ist definitiv vergleichbar mit jedem „normalen“ Industrieunternehmen.

Hatten Sie keine Vorbehalte, weil die Teile von Menschen mit Behinderung gefertigt werden?

Nein, das steckt zwar noch in den Köpfen vieler Menschen, die Erfahrung zeigt jedoch, dass gerade Menschen mit Behinderung oft die Fähigkeit haben, besonders gewissenhaft zu arbeiten.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Wir haben bereits eine Liste mit Teilen und Baugruppen, bei denen wir gemeinsam prüfen, inwieweit diese von Sozialunternehmen gefertigt werden können. Die gdw süd weiß, was ihre Mitglieder können und kann für jede Auftragsanfrage entsprechend geeignete Partnerwerkstätten empfehlen. Somit erreichen wir über einen Ansprechpartner eine Vielzahl qualifizierter Einrichtungen mit unterschiedlichen Kernkompetenzen.

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